Lage. Lage. Lage.

 Die drei wichtigsten Aspekte einer Immobilie sind – wie das alte Sprichwort sagt – Lage, Lage und Lage.
Ozean

Lage (1): Zwischen Ozean und Bucht

Cap Ferret ist in Europa ein physisch einzigartiger Ort. Es liegt zwischen dem weiten Atlantik und die ruhige Bucht von d’Arcachon. Auf der einen Seite ein endloses Band aus goldenem Sand – 108 Kilometer Atlantikküste – das Surfer und Träumer gleichermaßen anzieht. Auf der anderen Seite eine Kette kleiner Sandbuchten, die sich zu den stillen, glasklaren Wassern der Bucht hin öffnen. 

Diese erste Dualität – zwischen Ozean und Bucht, zwischen Weite und Stille – prägt den Charakter des Ortes. Doch es gibt noch eine zweite, vielleicht ebenso entscheidende: die Dualität zwischen Bohème und Bourgeoisie, zwischen hippy und huppé. Sie verleiht Cap Ferret seinen unverwechselbaren gesellschaftlichen Charme. Diese Balance gelingt jedoch nur dank einer dritten Zutat: Diskretion. Cap Ferret ist schon lange bekannt – Jean Marais, Jean Cocteau und Jean Anouilh verbrachten hier bereits in den 1930er Jahren ihre Sommer – und hat es dennoch erstaunlich lange geschafft, unentdeckt zu bleiben. 

Zum Glück gilt hier bis heute das Prinzip: Lebenskunst statt Schaukunst – (Echtheit vor Eitelkeit).
Der Bucht
The Commune of the Cap Ferret and the Cap Ferret itself (at the bottom)                    

Lage (2): Das echte Cap Ferret

Es gibt das Cap Ferret – und es gibt das Cap Ferret. Der wahre Zauber beginnt dort, wo die Halbinsel so schmal wird, dass man in wenigen Minuten von den stillen Wassern des Bassins zu den Wellen des Atlantiks gelangt. Nur die letzten Kilometer der Gemeinde bieten dieses Privileg – und genau dort liegt die Villa Concorde.

Dieses Cap Ferret ist im wahrsten Sinne des Wortes ein cul-de-sac. Hier gibt es keinen Durchgangsverkehr; man kommt her, weil man dort sein will. Diese Abgeschiedenheit schafft eine besondere Atmosphäre – ruhig, geschützt, fast insular. Manchmal hat man wirklich das Gefühl, am Ende der Welt zu sein.

Lage (3): Alles in Reichweite – zu Fuß

Cap Ferret erlebt man am besten zu Fuß. Von der Villa Concorde aus liegt alles in bequemer Gehweite: der Markt, die Anlegestelle, die Atlantikstrände und die kleinen Buchten des Bassins. Diese Nähe erlaubt es, im Rhythmus der Gezeiten und der eigenen Laune zu leben – ohne Zwang, ohne Planung, ohne Auto, ohne Fahrrad… und ohne Schlüssel, die im Sand verschwinden.
Departure from Paris

Die Ankunft in Cap Ferret

Was ich jetzt sagen werde, ist eine fürchterliche Ansammlung nach lauter Klischees – aber sie sind alle zutreffend. Es ist ein seltenes Glück, in Paris-Montparnasse in den Zug zu steigen, den Laptop irgendwo zwischen Bordeaux und Arcachon zuzuklappen und dann eilig zur Landungssteg Thiers zu laufen. Man überquert das Bassin mit der Fähre, vorbei an den Villen von Arcachon und den cabanes tchanquées auf ihren Pfählen im Wasser. Und dann kommt der Moment der Ankunft – am Anleger von Bélisaire, im goldenen Licht der untergehenden Sonne. Die Kinder laufen einem entgegen, man nimmt sie in die Arme und geht gemeinsam ein Eis essen bei Frédélian – Arm in Arm mit dem Menschen, den man liebt.
Ankunf beim Bélisaire
View from the street
View from the street

Das Anwesen

Das Grundstück umfasst rund 1.506 m² – eine Größe, die auf Cap Ferret selten geworden ist. Es liegt auf einer natürlichen Düne, einer wertvollen Besonderheit in dieser flachen Region, wo der Grundwasserspiegel sehr nah an der Oberfläche liegt. Diese leichte Erhebung hält den Boden trocken. Im Sommer fängt sie am Abend die frische Brise ein, die die Hitze mildert – ein kleines Detail für eine klimatisierte Villa, das man aber sehr zu schätzen weiß. Denn im Sommer lebt man hier draußen. 

Von der Straße aus bleibt das Haus unsichtbar, verborgen hinter einer natürlichen Böschung aus Kiefern und Sträuchern. So bleibt die Privatsphäre gewahrt, während der ursprüngliche Charme des Geländes erhalten bleibt.

Der Garten

Auf dem Kamm der Düne öffnet sich ein landschaftlich gestalteter Garten, der sich um vier Holzterrassen gruppiert – hier spielt sich das Sommerleben ab. Hohe Kiefern spenden großzügigen Schatten, während eine Hecke im Süden im Sommer schützt und im Winter die Sonne durchlässt. 

Nur wenige Schritte vom Haus entfernt, jedoch durch Büsche getrennt, liegen Pool und Spa, beide nach Westen ausgerichtet. Von hier blickt man über das Ende des Gartens und auf die umliegenden Gärten.

Der Pool, eine Endless-Pool-Anlage mit Gegenstromsystem, richtet sich an sportlich Ambitionierte – in den USA ist sie ein bevorzugtes Trainingsinstrument für Ironman-Kandidaten. Für die sportlich Bescheideneren ist das Spa da: ein Ort, um den Cocktail zu genießen und zuzusehen, wie die Sonne zwischen den Kiefern verschwindet.


the Spa at Sunset
Am hinteren Ende des Gartens steht eine Holzhütte mit Strom- und Glasfaseranschluss – einst als Büro genutzt, heute ein idealer Rückzugsort zum Arbeiten, Lesen oder einfach zum stillen Alleinsein. Daneben breitet ein mächtiger Feigenbaum seine Äste aus – ein natürlicher Spielplatz, an dem Kinder ihre eigene kleine Cabane bauen können.
Cabane au fond du Jardin

Die Villa

 Die Villa Concorde wurde 1987 für Pierre Bonnafy, Trésorier Payeur Général d’Aquitaine, erbaut – ein Mann mit Sinn für das Wesentliche und das Beständige. Ihre Architektin, Brigitte Gonfreville, war eine Pionierin: die erste Frau, die in Bordeaux ihr eigenes Architekturbüro gründete. Sie machte sich einen Namen bei jenen, die Häuser bevorzugen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen, statt Aufmerksamkeit erzwingen zu wollen.
Ein Haus für alle Jahreszeiten.
Die Villa war nie als bloßes Ferienhaus gedacht – mit Sand auf dem Parkett, Luftzug bei den Fenstern, und Engpass bei den Bädern. Herr Bonnafy wollte ein Haus für alle Jahreszeiten, ebenso komfortabel im Januar wie im Juli. Sie wurde mit der Gründlichkeit eines Mannes gebaut, der die Finanzen einer ganzen Region überwacht: massive Wände, hervorragende Isolierung, Wärmepumpe, Klimaanlage – und ein imposanter Kachelofen, der das ganze Haus beheizen kann. 

Wie solide diese Planung war, zeigte sich im Wintersturm von 1999, als Herr Bonnafy und sein Sohn das Haus für die ganze Familie – einschließlich zweier Babys – warm hielten, indem sie im Ofen das Holz der umgestürzten Kiefern verbrannten.
Ein repräsentativen Haus zum Empfangen
Das große Wohnzimmer, mit seinen sechs Metern Deckenhöhe und 63 m² Fläche, wurde für Musik und Gesellschaft konzipiert. Die Akustik ist bemerkenswert: eine ausgebildete Opernsängerin, gab hier einst ein Konzert. Und die lokalen Honoratioren gaben sich bei den Cocktail Dinatoires von Madame Bonnafy ein Stelldichein – förmliche Karrierepflege in geselliger Atmosphäre. Eine angrenzende Terrasse von 30 m² verlängert die Abende ganz natürlich nach draußen.

Am Cap Ferret beginnt der Fisch nach drei Tagen zu riechen. Der Gast genauso.

Wenn man hier Freunde empfängt, dann selten nur für einen Abend. Die Entfernung sorgt dafür, dass aus einem Besuch fast immer ein Aufenthalt wird – und die Grenze zwischen Gastgeben und Beherbergen verschwimmt schnell. Das Ergebnis kennt man: zu viel Nähe, zu wenig Rückzugsraum; zu viel Koordinationsbedarf, zu wenig Muße – und bald schon diese leicht gereizte, unausgesprochene Stimmung, die selbst beste Freundschaften auf die Probe stellt und manchmal zur Explosion führt. Es gibt seinen Film, der das sehr plastisch darstellt: « Les Petits Mouchoirs » – und der wurde sogar am Cap Ferret gedreht! 

Pierre Bonnafy, der Menschen gut kannte – und diesen Film vermutlich gehasst hätte – fand dafür eine elegante Lösung. Die Villa Concorde besteht aus drei unabhängigen Häusern, jeweils mit eigener Küche, eigenem Wohnzimmer und eigenen Bädern. So bleiben Freunde und Familie auch nach einer Woche noch charmant – weil sie, ganz praktisch gesehen, Nachbarn auf Zeit sind, nicht Pensionäre wider Willen. Ein 

Grundriss, der nicht nur Freundschaften, sondern auch die Nerven schont. Man ist zusammen aus Zuneigung – nicht aus Verpflichtung oder Platzmangel. Man teilt den Moment, nicht die Quadratmeter.
the 3 houses
La chambre Jade

Komfort und Raum

À propos Quadratmeter: Wenn die Villa Concorde eines nicht kennt, dann ist es Platzmangel. Insgesamt bietet sie 220 m² Wohnfläche: sechs Schlafzimmer (zwei davon mit en-suite-Bädern), eine Bibliothek, drei Wohnzimmer, drei Küchen, drei Toiletten und vier Bäder – genug, um bis zu vierzehn Personen bequem unterzubringen, ohne dass jemand das Gefühl hat, aufeinanderzusitzen. 

Hinzu kommen 110 m² an hellen, trockenen Nebenräumen – darunter zwei Nebengebäude und ein großzügiges Untergeschoss mit Weinkeller, Waschküche, Abstellraum und einer Garage für drei Autos. Am Ende des Gartens steht eine 18 m² große Holzhütte, einst als Büro genutzt, heute ein Ort vollkommener Ruhe mit Strom- und Glasfaseranschluss. Ein weiteres 22 m² großes Nebengebäude, derzeit als Lagerraum genutzt, ließe sich mühelos in ein Gäste-Studio verwandeln. 

Vor dem Haus bietet die Einfahrt ausreichend Platz für ein Boot von bis zu 7.5 Metern Länge. 

Eine Villa dieser Größe und Qualität würde heute ein Grundstück von rund 2.000 m² erfordern – kaum noch zu finden.
Einziehen und genießen – ohne Baustelle
Im Gegensatz zu vielen Häusern auf der Halbinsel verlangt die Villa Concorde keine Restaurierung, keine endlosen Handwerkerbesuche und keine nervösen Telefonate über Fliesen, die « nächste Woche geliefert werden sollen ». Hier ist alles bereits getan – und gut getan. 

Die Küchen und Bäder wurden in den letzten zwei bis fünf Jahren komplett erneuert, unter der Aufsicht einer Innenarchitektin und mit hohem Qualitätsanspruch. Die Hauptküche – wie die beiden anderen mit Granitoberflächen ausgestattet – ist eine wahre Freude, ganz gleich, ob man professionell, leidenschaftlich oder einfach meinungsstark kocht. 

Im Garten ist das Whirlpool-Spa neu, und der Pool wurde frisch renoviert. Auch die Holzterrassen sind modernisiert und sorgfältig gepflegt.
Kurz gesagt: Das Haus ist bezugsfertig – vom ersten Tag an. 

 Natürlich kann das Einrichten und Gestalten selbst ein Vergnügen sein. Seinem inneren Architekten freien Lauf zu lassen, macht Spaß – mit Handwerkern am Cap Ferret zu verhandeln, deutlich weniger. Denn die wirklich guten sind rar, über Monate ausgebucht – und ihr Verständnis von Work-Life-Balance neigt stark zur zweiten Hälfte der Formel.

Für Zeit und Ruhe ist jedoch gesorgt: Die Immobilie verfügt über einen zuverlässigen Concierge, der das Haus in- und auswendig kennt. Er kümmert sich um fast alles selbst – und weiß für den Rest genau, wen er anrufen muss. Einen solchen Menschen am Cap Ferret zu haben, mag wie ein Luxus erscheinen – in Wahrheit ist es eine Notwendigkeit, wenn man den Aufenthalt nicht mit einem improvisierten MacGyver-Moment beginnen möchte.
Interessiert?

Worte und Bilder erzählen nur einen Teil der Geschichte; den Rest entdeckt man am besten selbst – bei Sonnenuntergang, mit einem Glas in der Hand. Ernstgemeinte Anfragen zu weiteren Informationen oder privaten Besichtigungen sind herzlich willkommen.
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